Nachhaltigkeit in der Politik

Nachhaltigkeit in der Politik

Nachhaltigkeit ist heute eines der zentralen Schlagwörter in der Politik. Unter dem Begriff wird dabei der schonende Umgang mit den endlichen Ressourcen des Planeten verstanden. So sollen Dinge wie Holz und Kohle nicht ohne Nachdenken benutzt werden. Auch die Zukunft der kommenden Generationen soll im Handeln der heutigen Menschen eine Berücksichtigung finden. Doch wo findet das Konzept der Nachhaltigkeit in der Politik heutzutage konkret Anwendung?

Das Konzept der Nachhaltigkeit sollte zunächst einmal nicht nur in der Politik, sondern im Leben eines jeden Menschen eine Rolle spielen. So sollte jeder, bevor er einen neuen Schuh oder ein anderes Kleidungsstück kauft darüber nachdenken, ob er den Gegenstand auch wirklich benötigt. Durch diese Vorgehensweise lässt sich der maßlose Konsum, der in vielen Industrieländern weit verbreitet ist, einschränken. Dadurch wird die Umwelt dann direkt geschont, was den Klimawandel stoppen und unseren Planeten retten kann.

Doch was tut die Politik genau im Bereich der Nachhaltigkeit? Blicken wir auf Deutschland, so lassen sich viele Bereiche feststellen, in denen die Politik sich um Nachhaltigkeit bemüht. Verantwortlich für die Anwendung des Konzepts auf Bundesebene ist zunächst das Bundesumweltministerium. Bei diesem handelt es sich um eine eigene Stelle, die mit einem Minister besetzt ist, der sich nur um diesen thematischen Bereich kümmert. Damit der Minister seine Arbeit optimal leisten kann, steht ihm ein großer Stab aus Mitarbeitern zur Verfügung. Diese sind zum Beispiel dafür da, wichtige Themen und alle dazugehörigen Informationen zu analysieren und dem Minister zu präsentieren. Auf Grundlage dieser Informationen kann der Minister dann Entscheidungen treffen und politische Initiativen vorbereiten. Am Ende des Prozesses kann etwa ein neues Gesetz stehen. Dieses sorgt etwa für einen schonenderen Umgang mit Ressourcen oder mehr Recycling in der Gesellschaft.

Zu diesen Gesetzen zählt auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Dieses sieht den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland vor. Dafür sind im Gesetz diverse Maßnahmen zur Förderung des Ausbaus der Grünen Energie verankert worden. Zu diesen Fördermaßnahmen zählt etwa eine Prämie für privat produzierten Strom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Besitzt ein Privatmann auf seinem Dach Solarzellen, so kann er den erzielten Überschuss an Strom, den er nicht selbst verbraucht, in das öffentliche Stromnetz abgeben und erhält dafür rund 11 Cent pro Kilowattstunde.

Eine weitere Fördermaßnahme des Gesetzes sieht umfangreiche Zuschüsse für den Bau von Solaranlagen vor. So werden diese abhängig von der Größe mit bis zu 4.900 Euro gefördert. Diese Maßnahmen haben Deutschland ein ganzes Stück weit in Richtung Nachhaltigkeit geführt. So werden derzeit schon mehr als 10 % des gesamten deutschen Energiebedarfs durch nachhaltige Energiequellen abgedeckt. In den kommenden Jahren dürfte dieser Anteil noch deutlich weiter zunehmen. Dann wird das Land immer nachhaltiger werden und seinen Beitrag zum weltweiten Klimawandel verringern. Es müssen jedoch noch weitere Maßnahmen folgen, damit Deutschand wirklich in allen Bereich nachhaltig wirtschaftet.