Eine neue linke Sammlungsbewegung?

Eine neue linke Sammlungsbewegung?

Es ist Sahra Wagenknechts  neueste Idee und wie üblich sorgt auch diese für einige Kontroversen: Die Gründung einer linken Sammlungsbewegung. Anstatt getrennt bei Wahlen anzutreten, setzt Wagenknecht auf eine künftige Einheit von SPD, Der Linken und Bündnis 90/ Die Grünen. Selbsterklärtes Ziel einer solchen Bewegung: Der CDU endlich wieder Paroli bieten zu können und neue Ansätze in der Politik zu verfolgen. Momentan liegt eine Mehrheit links der CDU in Umfragen nämlich nicht in Reichweite. Allerdings äußerten sich bereits wichtige Politiker aus allen angedachten Parteien negativ zu diesem Vorschlag.

Woher aber stammt die Idee der neuen Sammlungsbewegung überhaupt und warum kommt Sahra Wagenknecht ausgerechnet jetzt darauf? Spekulationen zufolge ist die treibende Kraft dahinter Oskar Lafontaine. Der Lebensgefährte von Wagenknecht steht schon lange im Ruf, mit außergewöhnlichen Ideen für Furore zu sorgen. Dass der Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Idee ein Zufall ist, glauben wiederum die wenigsten. Er fällt in eine Periode, in der sich die deutsche Sozialdemokratie in einer tiefen Krise befindet und die AfD der Linken wichtige Wählerschichten streitig macht. Wagenknecht und Lafontaine wollen mit der angedachten Revolution wohl die Flucht nach vorne antreten und die Linken vereinen. Die bisherige Ablehnung zeigt freilich, dass der Weg weit ist.